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Aquarell

Was ist Aquarell?

„Aqua“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Wasser. Ein Aquarell ist also ein Bild, welches mit Wasser gemalt wurde. Hierbei sind die fein gemahlene Pigmente in einem Bindemittel (Gummi Arabicum) gebunden und werden mit Wasser zur gewünschten Deckkraft gemischt. Der Auftrag auf das Papier ist lasierend und transparent, so dass das Weiß vom Papier durch die Farbe durchschimmert.

Geschichte Aquarellmalerei

Aquarellmalerei hat einen großen Vorteil: sie führt schnell zu finalen Bildern. Im Gegensatz zu vielen anderen künstlerischen Techniken ist der Startaufwand gering. Mit ein Trockungsprozess sehr kurz. Daher haben viele Maler Aquarelle für Skizzen und Studien genutzt

Aquarellfarbe - Merkmale & Besonderheiten

Keine andere Farbe hat so eine hohe Konzentration an Pigmenten wie Aquarellfarbe.
Aquarellfarben besteht wie alle Farben aus Farbpigmenten & Bindemittel. Als Bindemittel wird bei Aquarellfarbe meist Gummi Arabicum verwendet. Es ist wasserlöslich, praktisch durchsichtig. Im Gegensatz zur Gouache wird Aquarellfarbe kein Streckmittel beigemischt. Die Farbe liegt also praktisch "pur" vor. Daher können Aquarelle eine intensiv Leuchtkraft und Farb-Reinheit besitzen. Nicht ohne Grund vermitteln viele Aquarellbilder eine sonnige, lichtdurchflutete Stimmung.

Ein wesentlicher Unterschied zu allen anderen Maltechniken ist, dass es keine Farbe "Weiß" gibt. Weiße oder helle Farbflächen entstehen, indem Farbe ausgespart wird. Weiß entsteht also durch "Weglassen". Eine Farbe nicht zu malen, sondern durch Weglassen entstehen zu lassen, wird auch Negativtechnik genannt. Dieses Umdenken erfordert Planung und einige Übung.

Wichtigen Maltechniken - Aquarellmalerei

Aquarelltechnik besteht aus Lasieren und Lavieren.  Weiteren Aquarelltechniken sind Variationen dieser beiden Maltechniken wie Verlauftechnik, Granulieren und Nass-in-Nass-Technik. Darüber hinaus gibt es in Aquarelltechnik noch viele Verfremdungsmöglichkeiten wie Verwendung von Salz, Schwamm, speziellen Radiergummis und Schmirgelpapier. Auch mit Krepp oder Wachs können in der Aquarelltechnik interessante Effekte erzielt werden. Mit dem Aufklecksen oder Aufspritzen der Farbe und Verwendung von Aquarellstiften bieten sich in der Aquarelltechnik weitere Malmethoden

Aquarelltechnik Lasuren

Lasuren sind in der Aquarellmalerei ein wichtiges Gestaltungsmittel . Durch das wasserfeste Auftrocknen einer transparenten Farbfläche, ist es möglich weitere Farbschichten/Lasuren darüber anzulegen. Farblich unterschiedlichen Lasuren mischen sich optisch miteinander dadurch verleihen der Aquarellmalerei besondere Brillanz und Transparenz. Farbenlehre kommt in der Aquarellmalerei durch die lasierende Malweise eine große Bedeutung zu. Um gezielt Lasuren planen und legen zu können, ist eine gute Kenntnis der Farbenlehre wichtig, da sich die transparenten Farbschichten visuell im Auge des Betrachters mischen

Lavieren - Aquarelltechnik

Mit Lavieren ist das „Auswaschen“ der Farbe gemeint. Bei der Aquarellmalerei kannst du die noch feuchte Farbe mit Wasser vermalen, um zum Beispiel Farbverläufe zu erzeugen. Verlauftechnik

Nass in Nass – Aquarelltechnik

Bei dieser Maltechnik der Aquarellmalerei malt der Zufall am Bild mit. Auf das angefeuchtete Aquarellpapier oder auch eine noch feuchte Aquarelllasur malst du mit Aquarellfarbe, die dadurch verläuft. Wirklich gezielt lassen sich diese Aquarelleffekte nicht erzeugen. Da die Farbe fein auf dem feuchten Untergrund verläuft, kannst du hiermit effektvoll malen. Du solltest aber nicht zu lange an einem einzelnen Bild sitzen, sondern lieber mehrere Bilder malen, um dem Zufall eine größere Chance zugeben und das Bild nicht tot zu malen.

Wer die Scheu erst einmal verloren hat, lässt die Farbe laufen, sprüht, spritzt,  tupft und staunt was Aquarell so alles kann!

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Albert Beltran